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Uptime Monitoring

Wie erstelle ich Monitore und passe sie an?

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In diesem Guide lernst du:

  • wie du Monitore erstellst.

  • die Unterschiede zwischen ICMP- (Ping) und HTTP-Monitoren.

  • welcher Monitor-Typ für welchen Use Case am besten geeignet ist.

Übersicht

Monitore erstellen

Gehe zu Monitore und klicke auf + Monitor erstellen. Es erscheint die Erstellungsmaske.

Gib dem neuen Monitor zuerst einen Namen und verknüpfe den Dienst, der durch den Monitor überwacht werden soll. Jetzt stellst du das Intervall ein, in dem der Monitor deinen Dienst überprüfen soll. Unter Wiederholungen im Fehlerfall stellst du ein, wie oft eine Probe fehlschlagen darf, bevor ein Alert entsteht. Wähle nun deinen gewünschten Proben-Typ und gib eine Adresse sowie den Timeout an.

Das Timeout bestimmt die maximale Dauer deiner Monitor-Probe. Bei einem Timeout von fünf Sekunden darf die Probe nicht länger als fünf Sekunden benötigen, um vervollständigt zu werden.

Beim HTTP-Monitor kannst du zusätzlich folgende Einstellungen individualisieren.

Unter Methode kannst du zwischen folgenden Optionen wählen:

  • GET: Erschließt die URI (= Uniform Resource Identifier) des Ziels.

  • POST: Übermittelt Daten an einen Server, um eine neue Ressource zu kreieren oder eine Aktion auszuführen.

  • PUT: Updatet das Ziel oder kreiert Inhalte in diesem.

  • DELETE: Entfernt das Ziel.

  • PATCH: Nimmt Teiländerungen am Ziel vor.

  • HEAD: Erschließt – anders als GET – nur die Header des Ziels, wobei der Body nicht eingeschlossen ist.

  • OPTIONS: Liefert die verfügbaren HTTP-Methoden sowie weitere Optionen des Ziels, um die Fähigkeiten zu erschließen.

Optional kannst du unter Gültige Statuscodes angeben, welche Statuscodes für deinen Monitor erlaubt sind.

Statuscodes werden von deinem Monitor-Ziel an deinen Monitor gemeldet, um den aktuellen Status des Ziels zu kommunizieren. Der wohl bekannteste Statuscode ist 404 – Not Found.

Unter Headers kannst du Keys und Values (= Informationen) einstellen, die dein Monitor zusätzlich abfragen soll.

Nachdem du deinen Monitor unter + Hinzufügen finalisiert hast, ist er aktiv. Du kannst den Monitor danach jederzeit pausieren.

Was ist ICMP-/Ping- und HTTP-Monitoring?

ICMP/Ping-Monitoring

ICMP (Internet Control Message Protocol) ist ein Netzwerkprotokoll. Ping-Monitoring sendet sogenannte Echo Request-Pakete an einen Host und wartet auf Echo Reply-Antworten. Dabei werden drei Kernwerte gemessen:

  • Erreichbarkeit – Antwortet der Host?

  • Round-Trip Time (RTT) – Wie lange dauert der Hin- und Rückweg?

  • Packet Loss – Wie viel Prozent der Pakete gehen verloren?

ICMP kann die Netzwerklatenz, Paketverluste und die Netzwerkkonnektivität bewerten und eine Aussage darüber treffen, ob der Host online oder offline ist.

ICMP/Ping-Monitoring hat zwei Hauptprobleme, die in Betracht gezogen werden müssen:

ICMP-Traffic wird oft standardmäßig durch Firewalls oder Cloud-Provider blockiert. Das kann dazu führen, dass ein Server zwar einwandfrei läuft, ICMP aber geblockt wird und somit als fehlgeschlagene Probe gilt.

Ebenso kann ein Host erreichbar sein, obwohl die zugrundeliegenden Dienste ausgefallen sind.

HTTP-Monitoring

HTTP-Monitoring sendet echte HTTP/HTTPS-Anfragen (z. B. durch Methoden wie GET, POST, HEAD) an eine URL und wertet die vollständige Antwort aus. Die folgenden Abfragen kann HTTP-Monitoring leisten:

  • Statuscodes

  • Content-Check: Enthält die Seite den erwarteten Text oder fehlt er (z. B. nach einem fehlgeschlagenen Deployment)?

  • Zertifikat-Überwachung (SSL/TLS)

  • Antwortzeit

  • Redirects – Korrekte Weiterleitungen (HTTP → HTTPS)?

  • Endpunkt-Authentifizierung

Wann wähle ich ICMP (Ping) und wann HTTP?

Wann ICMP/Ping sinnvoll ist

  • Netzwerk-Infrastruktur – Router, Switches, Firewalls überwachen.

  • Server-Grundüberwachung – Ist der physische/virtuelle Host online?

  • Latenz-Trending – Netzwerkqualität über Zeit messen.

  • Interne Geräte – Drucker, IoT-Geräte, NAS-Systeme ohne HTTP-Interface.

  • Basis-Alerting – Erster Indikator, bevor tiefere Diagnose beginnt.

Wann HTTP-Monitoring notwendig ist

  • Webapplikationen & APIs: Als zuverlässiger Test, ob ein Dienst wirklich intakt ist.

  • E-Commerce: Checkout-Seiten, Zahlungs-Endpoints überwachen.

  • SSL-Ablaufwarnung: Alerting über Zertifikat-Abläufe.

  • Content-Monitoring: Wurde die Homepage nach einem Deployment korrekt ausgeliefert?

  • SLA-Messung: Echte Endnutzer-Erfahrung.

  • Multi-Step-Flows: z. B. Login → API-Call → Response validieren.

Best Practice: ICMP und HTTP kombinieren

In der Praxis ergänzen sich beide Methoden: Ein robustes Monitoring-Setup nutzt ICMP als schnellen Netzwerk-Layer-Check und HTTP als Dienst-Layer-Validation. Erst die Kombination liefert eine vollständige Sicht auf die Verfügbarkeit.